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Val Thorens 2004/2005

Der höchste Skiort Europas (2300m)

Mein letzter Skiurlaub lag nun schon einige Zeit zurück (Ostern 2003 in Tignes/Val d'Isère) und irgendwie hatte ich letzten Sommer wieder die Lust verspürt, die Pisten unsicher machen zu wollen. Schnell war meine Mutter davon angesteckt und auch mein Bruder gab mit seinem "Joooaaa" zu verstehen, dass er nicht ganz abgeneigt war und so wurde geschaut wo wir denn hinfahren könnten. Weihnachten 2001 waren wir in Verbier und ich glaube dass meine Mutter etwas Panik hatte, dass ich wieder so ein Skigebiet aussuchen könnte, was sehr teuer und auch vom Schwierigkeitsgrad ähnlich anspruchsvoll sein könnte. Ich wusste, dass ihr Tignes sehr gut gefallen hat und aus meiner Erinnerung vom März 2000, wo ich bereits schon einmal in Val Thorens war, musste dieses Skigebiet ihr eigentlich auch gefallen. Nach Tignes fahren wenige Reisegesellschaften und über Weihnachten war es kaum möglich ein gutes Angebot zu finden, somit freundeten wir uns mit Val Thorens an.
Die Hunde hätte Eva für diesen Zeitraum betreuen können, allerdings bekundete auch sie ein starkes Interesse an einem Skiurlaub, so dass wir beschlossen sie mitzunehmen. Wo wir die Hunde gut unterbringen konnten, war uns also erstmal noch nicht so ganz klar - wir hatten Frau Dette gefragt, ihr war es aber nicht so lieb zwei Rüden in ihr Rudel mit aufzunehmen, besonders dann nicht, wenn einige ihrer Hündinnen läufig sind (was ja zu dieser Zeit nicht selten vorkommt). Hundepension wäre eine Alternative gewesen, jedoch konnte ich mich mit dem Gedanken nicht so recht anfreunden. Umso glücklicher war ich, als wir nachfragten und das Okay bekamen, die Hunde mitnehmen zu können. Frankreich ist ein sehr hundefreundliches Land und im Nachhinein hat sich meine Leidenschaft zu diesem Land nicht nur wegen der tollen Berge und Pisten ausgezahlt: Wir sind also alle zusammen MIT den Hunden in den Skiurlaub gefahren.
Am Samstagabend, oder besser gesagt in der Nacht von Samstag auf Sonntag ging es los. Mein Bruder brachte Siggi und Eva nach Hannover zum Busbahnhof, ich legte mich derweil noch für ein paar Stündchen aufs Ohr. Gegen 22h wurde ich dann geweckt, wir packten unsere Sachen und ich machte mich dran, den Weg nach Val Thorens raus zu finden. Laut Map24 waren es um die 1100 km Fahrt, die wir eigentlich in 12 Stunden bewältigen müssten.

Unser Weg führte uns über Hannover-Kassel-Frankfurt-Karlsruhe-Basel-Bern-Lausanne-Genf-Annecy-Albertville-Moutière und dann ging’s hoch in die Berge nach Val Thorens. Bis Annecy war eine Autobahn eingezeichnet, danach ging’s über Landstraßen weiter. Brüderchen hatte das Steuer bis kurz vor Basel in der Hand, ich hab dann gegen 6:45h übernommen und wir passierten kurz darauf die Grenze. Dank Mamas Kreditkarte hatten wir auch keine Mühe, eine Vignette zu kaufen und ab Basel verfiel Berend dann in einen mittelfristigen Tiefschlaf, während ich mit Schneeböen und Straßendiensten zu kämpfen hatte. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit in der Schweiz war nicht wirklich berauschend, meistens konnte ich gerade mal 30 km/h fahren, die Straßen wurden weißer und weißer und ich war beeindruckt von der schweizerischen Koordination, denn wirklich zugeschneit waren die Straßen nie - es kam immer sofort eine Räumpaatrouille die mit 40 Sachen vor uns hertuckerte und ganz nach dem Motto einer namenhaften Bank den Weg freimachte. Immerhin war das Unfallrisiko somit stark gemindert und unsere Schneeketten durften noch ein bisschen im Kofferraum auf ihren Auftritt warten... Als wir Lausanne passiert hatten und einen kleinen Stopp einlegten, um uns allen vieren mal die Beine zu vertreten, wurde Berend auf einmal wach, nahm sich den Laptop und fing an, ein Gästebuch zu programmieren. Es dauerte nun nicht mehr lang bis wir in Genf und somit fast an der französischen Grenze waren und führten ein kurzes Telefonat mit Siggi - sie war schon in Albertville - schwubbs waren wir dann auch kurz danach in Frankreich.
Und wie es so kam, beantwortete ich Berends Fragen, welche Variablen ich gerne in meinem Gästebuch hätte, so dass ich auf einmal Richtung Annemasse fuhr und nicht wie geplant Annecy auf den Schildern stehen hatte. Dank Berends professioneller Hilfe an der Karte führte er uns wieder zurück in die Schweiz so dass wir ein zweites Mal die französische Grenze passieren durften...

Die weitere Strecke war zum Glück recht leicht zu finden, kurz nach Albertville - so gegen 11:30h - legten wir eine Spaziergangspause für die Hunde ein, die so langsam anfingen unruhig zu werden. Berend übernahm wieder das Steuer und nach einem Tankstop in Moutière ging es dann ca. 50km lang den Berg hoch. 5km vor Val Thorens wurde es uns dann aber zunehmend weißer auf der Straße, so dass die guten Schneeketten nicht mehr lange warten brauchten bis sie ihren Einsatz hatten. Während wir uns dann mühten, sie möglichst straff zu bekommen, steckten unsere Hunde bereits schon bis zum Bauch im Schnee, lächelten belustigend zu uns herüber und spielten erst einmal eine Runde fangen. Nun dauerte es nicht mehr lange, bis wir sicher in Val Thorens ankamen und dort auch direkt unsere Unterkunft bekamen und die Sachen ausladen konnten. Es lag ein guter halber Meter Neuschnee und wir konnten unser Glück kaum fassen! Der Ort war schöner und größer als ich ihn in Erinnerung hatte und die Unterkunft lag einfach ideal - wir brauchten einfach nur aus dem Haus zu gehen, Skier anzuschnallen und loszufahren. Auch gab es von den Pisten und Liften unzählige Möglichkeiten, seine Tour zu beginnen, bis auf ca. 3400m konnte man hochfahren und von fast überall konnte man Val Thorens im "Tal" liegen sehen, wenn man sich verfahren wollte, hatte man es schon sehr schwer.

Doch bevor die Schneefreuden losgehen konnten, hatten wir noch einiges zu erledigen - wir mussten die Bettwäsche abholen, Passfotos für die Skipässe machen (ich hatte zum allerersten Mal im Skiurlaub vergessen ein Foto mitzunehmen), Skipässe abholen (das Gebäude zu finden war gar nicht mal so einfach), das Auto zum Parkplatz bringen und zu guter letzt - Essen kochen... Berend und ich hatten den ganzen Tag über nicht wirklich was gegessen, das Brötchen vom Morgen war halt doch nicht genug für den ganzen Tag und auch die Hunde sollten nicht zu kurz kommen. Und dann konnte der Urlaub beginnen!
Nemo hatte sich auch sofort in den Schnee verliebt und seiner Liebe auch so oft es ging Ausdruck verliehen, wie dies Beweisfoto prima dokumentiert. Wir haben immerzu Witze gemacht, von wegen Zitroneneis und so... Immerhin war es so für unsere beiden viel viel leichter zu erkennen, wo noch überall alles ne Marke gesetzt werden musste. Ob die anderen Hunde aber Nemos süße Nachricht verstanden haben, wage ich mal doch stark zu bezweifeln. Am nächsten Tag war das Wetter besonders toll und die Sonne kam raus, die Nacht über hatte es noch einmal ordentlich geschneit und Siggi und Eva standen früh auf um ihren Skikurs nicht zu verpassen. Berend und ich haben in einem Stockbett geschlafen, wobei ich mir mal wieder das untere Bett ausgesucht hatte... somit war es nicht schwierig für Milan und Nemo mich wach zu bekommen, damit ich auch endlich aufstehe und wir wieder in den Schnee gehen würden. Milan schlief eh die Nacht über bei mir, was recht kuschelig war, denn die Betten waren 1,90m lang und knapp 80 cm breit - aber das haben wir ganz gut hinbekommen. Für Nemo hatten wir die große Gitterbox dabei, zudem lag noch das Hunde-Lammfell (auch eine Ebay-Sünde) vor meinem Bett, sollte es doch zu eng für ihn werden.
Wir hatten eh ausgemacht, dass Berend und ich erst nachmittags Skifahren und uns vormittags um die Hunde kümmern, während Siggi und Eva durch den Skikurs morgens unterwegs sein würden und uns dann mittags ablösen kommen.

Gegen 10h war ich mit Frühstücken fertig und irgendwie war von Berend noch nicht all zu viel zu merken, so dass ich mich auf Evas Bett - im Wohnzimmer - legte um noch ein bisschen zu dösen und den Schlafentzug vom Ankunftstag zu verkraften. Nemo machte es sich derweil auf meinem Bauch gemütlich und schlief auch ein bisschen, während Milan meine Beine einkeilte und es sich dort bequem machte. Da stand Berend plötzlich auch auf, er dachte wohl ich wäre schon startklar, und wir marschierten dann doch recht schnell - so gegen 11h - los.
Wohin war uns zunächst nicht klar, Schnee gab es ja überall. Da aber im Ort noch einige Autos unterwegs waren - der Ankunftstag war noch nicht vorbei und die Luft war dort nicht gerade als frische Bergluft zu bezeichnen - machten wir uns in die Richtung auf, in der sicher kein Auto zu finden war - wir gingen Richtung Piste und seitlich durch den Tiefschnee hinunter zur Gondel mit der wir dann auch alle wieder hoch fuhren.

Die Pfötchen der Hunde haben wir jeden Tag mehrmals mit Ballistol eingesprüht, damit sie von der Kälte nicht rissig werden. Zum Glück wurde im Ort kein Salz gestreut und die Haare zwischen den Ballen hatte ich vor dem Urlaub ganz kurz geschnitten, so dass es hier keinerlei Probleme gab.

Am zweiten Tag haben wir einen ähnlichen Tagesablauf geplant, allerdings wurden unsere Pläne durchkreuzt, als man uns sagte dass Hunde in der Gondel verboten seien und wir doch bitte wieder zu Fuß hoch laufen sollten. Echt seltsam, hatte man uns doch am ersten Tag schon gesagt, dass Hunde auf der Piste nicht erwünscht seien (somit haben wir streng drauf geachtet, immer nur am Rand zu laufen wo kein Skifahrer zu finden war)... naja, laufen war nicht drin, zumal wir ja noch Skifahren wollten und mit Gondel schon gute 1,5 Stunden insgesamt unterwegs waren...

Zum Glück haben wir zwei nette Franzosen gefunden, die uns mit ihrem Van wieder nach Val Thorens gefahren haben. Das erste Mal Anhalter gespielt und dann auch gleich zu viert, das war schon toll! Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir zwei Hunde dabei hatten und die Franzosen auch mit ihrem Hund nach Val Thorens fuhren. Die Gondel haben wir die nachfolgenden Tage nicht mehr aufgesucht, sondern sind vorwiegend auf der Piste in Dorfnähe geblieben. Bei Nacht sieht diese Piste wirklich klasse aus, niemand ist hier zu sehen, die Hunde können toben so viel sie wollen und es ist auch nicht sonderlich steil, man kann gut laufen.
Der Berg im Hintergrund ist wunderschön beleuchtet, unser Haus war links das allererste und wir sind meist im Dorf die Straße hoch gelaufen, hinter den Häusern rum und dann vom Berg kommend hier die Piste wieder zu unserer Unterkunft zurück gelaufen. Insgesamt war man da auch eine halbe Stunde ca unterwegs und die Hunde waren hinterher ziemlich erledigt (vielleicht auch durch die dünne Luft - da kommt man wirklich eher aus der Puste).

Sie sind fast im Schnee versunken, haben aber trotzdem und vielleicht auch genau deshalb weiter getobt, haben sich überschlagen oder sich einfach nur vor Freude gekugelt... manchmal sind sie halb unter der Schneedecke verschwunden, aber es hat ihnen einen Heidenspaß gemacht. Meist blieb eine weiße Nase und ein kurzes Schlecken über die Nasenspitze und dann konnte es weitergehen... es war die reinste Freude ihnen zuschauen zu können.

Natürlich sind wir auch zum Skifahren gekommen... es hat uns riesigen Spaß gemacht und wir hatten supertolles Wetter, perfekter geht’s eigentlich fast gar nicht. Einige Profis waren zwar der Ansicht, der Schnee würde nicht genügen, aber das waren halt welche, die gar nicht auf den Pisten fahren wollten. Für Tiefschneeabfahrten neben der Piste braucht man aber wohl mindestens 3m Schnee, damit man nicht aus Versehen einen Stein mit erwischt - aber dann ist vermutlich die Lawinengefahr schon so hoch, dass man wohl besser nicht mehr fahren sollte. Also Leute, bleibt lieber auf den Pisten, da ist es sicher und man findet euch auch wieder falls etwas passieren sollte!

Auf dem ersten Bild sieht man den Blick ins Tal der Trois Vallées - vom "Funitel du grand fond" aus fotografiert, einer Gondel mit der es bis auf gut 3000m hoch ging. Val Thorens ist nur eins der drei Skigebiete die sich zu den Trois Vallées zusammen geschlossen haben. Wie man aber unschwer erkennen kann, liegen die anderen beiden Skigebiete deutlich niedriger, die Baumgrenze dürfte bei ca. 1800m sein - durch das gute Wetter ist da sicherlich auch ne Menge weggetaut. Unser Skipass war aber "nur" der Pass für Val Thorens, die anderen Pisten haben wir somit nicht kennengelernt.
Das zweite Bild ist das Panorama, welches man oben an der Gondelstation vom Funitel geboten bekommt. Wenn mich nicht alles täuscht, müsste das der Blick in Richtung Tignes/Val d'Isère sein - also genau die andere Richtung wie das Bild zuvor. Zu dem Zeitpunkt als das Foto aufgenommen wurde, waren wir sozusagen "über den Wolken", die Wolkenschicht sieht aber fast wie ein Watte-See aus, der sich um die Berge geschlungen hat. Sehr eindrucksvolles Panorama.
Das dritte Bild ist der Blick aus unserer Unterkunft auf den Lift "Cascades" mit dem Siggi anfangs mit ihrem Skikurs immer gerne gefahren ist. Die nächsten drei Bilder sind dann einmal ich, Siggi und Berend beim Skifahren, sowie ein Alpen-Skifahrer- Panorama-Bild was ich direkt nach der Ankunft mit dem Sessellift "La Moraine" aufgenommen habe. Die letzten beiden Bilder sind am Funitel du grand fond entstanden.

Wir haben das tolle Wetter richtig ausgekostet und unheimlich genossen. Eigentlich wollten wir auch die zwei Tage nach dem Skikurs (Freitag und Samstag) alle vier zusammen fahren, da sich die Hunde recht schnell an die neue Unterkunft gewöhnt hatten und auch mal für 1-2 Stunden alleine bleiben konnten (sie waren auch meist so kaputt, dass sie vormittags ganz viel geschlafen haben).

Eva hatte nach anfänglichen Problemen mit ihrem Anfänger-Skikurs dann doch den Bogen rausgehabt und konnte recht gut ihre Kurven fahren um die einfacheren Piste runterzukommen, somit wäre es schon sehr wichtig gewesen, dass sie das Gelernte vertiefen kann, damit sie bei einem zukünftigen Skiurlaub gleich darauf aufbauen kann. Aber leider ist sie am Donnerstagnachmittag (Silvester) gestürzt und hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen - das ist auf der letzten Abfahrt mit ihrem Skilehrer passiert - danach war ihr Skikurs zu Ende.
Sie ist dann von der Piste abtransportiert worden und kam erstmal ins Krankenhaus. Glücklicherweise sind alle Knochen in Ordnung geblieben, so dass sie mit Gehhilfen und einer Schiene fürs Knie ausgestattet wurde und recht schnell wieder bei uns war. Wir drücken nun allesamt die Daumen, dass sie es schafft, die Dinge etwas ruhiger anzugehen und ihrem Knie erstmal eine Pause gönnt. Frankreich ist für mich aber immer einen Besuch wert und ganz besonders zum Skifahren. Die Berge sind spitzer als in Österreich und Après-Ski gibt es dort eigentlich gar nicht. Somit ist die Gefahr auch nicht so stark, dass einen auf der Piste betrunkene Skifahrer anfahren oder mitreißen, auch wenn manche Fahrer auch dort ein unheimliches Tempo vorlegen, wie das nebenstehende Bild beweist.
Die Schneesicherheit in Frankreich ist durch die vielen Gletscherskigbiete oftmals ganzjährig gegeben und man braucht nicht zu befürchten, dass man im Skiurlaub eine grüne Wiese vor seiner Tür vorfindet. Mich hat es wirklich unheimlich überrascht, was wir für ein tolles Wetter hatten, denn bei meinem letzten Val Thorens-Besuch hatten wir bis auf einen einzigen Tag meist nur Nebel oder Schneefall, was das Fahren durchaus beschwerlicher macht. Das Panorama bei gutem Wetter ist aber gigantisch, wie ich auf einigen Fotos versucht hab zu dokumentieren.
Im Vergleich zu anderen Skigebieten ist Val Thorens wirklich unheimlich vielseitig und sogar Anfänger können dort immer Pisten finden, die nicht allzu schwierig sind. Die Pisten werden normalerweise farbig markiert - gängige Farben sind blau rot und schwarz, wobei die blauen die einfacheren Pisten sind und sich der Schwierigkeitsgrad dann steigert. In Frankreich gibt es auch noch grüne Pisten, da aber meist der Gesamtschwierigkeitsgrad der französischen Skigebiete höher ist als der österreichischen kann man eine blaue Piste in Frankreich schon mit einer roten in Österreich vergleichen - natürlich kommt es immer auf die Schneeverhältnisse an.
Hier links sehen wir unsere Unterkunft: Temples du Soleil. Wir haben mit Blick nach links gewohnt und direkt ein Stockwerk unter uns war der Ausgang zur Piste mit Skiraum. Wie man allerdings sieht, lag unser Zimmer eher im Schatten, aber da der Schnee ordentlich reflektiert hat, war das überhaupt nicht schlimm. Wir hatten am Mittwoch (Tag vor Silvester) eigentlich vorgehabt, mit der gesamten Reisegruppe auf einer Skihütte ein gemeinsames Fondue-Essen mitzumachen, die Hunde hätten wir sogar mitnehmen können und somit hatten wir zugesagt. Da wir aber am Dienstagmorgen nicht mit den Hunden in die Gondel gelassen wurden und dann ja per Anhalter wieder hochfahren musste, hatten wir Sorge gehabt, dass wir die Hunde gar nicht erst zur Skihütte hochbekommen würden (da hätten wir dann mit einem Sessellift fahren müssen), somit haben wir dann doch wieder abgesagt und unser eigenes Fondue-Essen organisiert... dann aber typisch französisch mit ganz viel Käse und leckerem französischen Baguette (das war übrigens so ziemlich das einzige, was dort nicht überteuert war). Es blieb dann noch ne ganze Menge Käse übrig, so dass wir Silvester erneut Käsefondue machen konnten. Dazu hatten wir noch ein bisschen weicheren Käse nachgekauft, so dass es sogar noch besser war. Es gab sogar fertige Kasefondue-Packungen zu kaufen, die waren allerdings doppelt so teuer und hatten als Inhalt gerade mal knapp 50% Käse - haben wir selbst viel besser hinbekommen! Und wenn ein anstrengender Tag zur Neige geht und der orangene Himmel sich über den verschneiten Dächern erhebt, dann weiß ich ganz genau: DAS IST URLAUB!
Leider spiegeln Fotos immer nur einen Teil der Wirklichkeit wieder, es fehlen die Gerüche, die Geräusche, die Atmosphäre... aber Fotos geben immer wieder Anreiz sich an das Erlebte zu erinnern und das macht mir immer sehr viel Spaß, sich daran zu erinnern. Meistens stelle ich im Nachhinein fest, dass ich viel zu wenig Fotos gemacht habe - in diesem Urlaub waren es über 300 Fotos, knapp 500 MB an Fotos - aber es macht auch unheimlichen Spaß immerzu eine Kamera zur Hand zu haben und alles ablichten zu können, was einem interessant und erinnerungswürdig erscheint.

Die Rückfahrt war nicht so beschwerlich wie die Hinfahrt. Zwar hatten wir mit ein paar Staus zu kämpfen und haben ihn auch teilweise geschickt umfahren, wir sind jedoch diesmal bei Tage gefahren, was deutlich weniger Stress zu bedeuten hatte (man musste nicht gegen die Müdigkeit kämpfen).

Alles in Allem war es ein toller Urlaub, der auch das Prädikat "Wiederholungsbedürftig" von mir bekommt. Für mich ist auch eines klar geworden: selbst kleine Hunde fühlen sich im Schnee unglaublich wohl und die Strapazen der Fahrt haben sie sich nicht anmerken lassen. Ob sie wussten, dass die Fahrt mit dem Schnee zu tun hatte? Ich würde es fast vermuten. Unsere beiden waren zumindest jeden Tag guter Dinge und ich glaube dass ich sie nie in eine Hundepension geben werde. Sollte es einmal nicht möglich sein, sie mit in den Urlaub zu nehmen oder sie bei jemandem unterzubringen, den sie lieben und gut kennen, dann kann so ein Urlaub keine Erholung sein.

Allpeachys Shetland Sheepdogs
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